HR-Softwarebranche
Icon Monitor HR-Softwarebranche

HR-Softwarebranche

Die HR-Softwarebranche entstand faktisch Anfang der 70er-Jahre, als die ersten Standardprogramme für die Lohn- und Gehaltsabrechnung auf dem Markt angeboten wurden und das Zeitalter der Eigenentwicklungen langsam beendeten. Ab Mitte der 80er-Jahre entwickelte sich aufgrund der deutlich preiswerteren und leistungsstärkeren Hardware auch der HR-Softwaremarkt rasant. Anfang der 90er-Jahre gab es bereits über Hundert Anbieter für alle Bereiche personalwirtschaftlicher Aufgabenstellungen. Mit der stark wachsenden Komplexität der angebotenen Softwarelösungen entstand ab den 90er-Jahren auch der Markt für spezialisierte Beratungs- und Implementierungsgesellschaften rund um das Thema HR-Software.

Heute ist der HR-Softwaremarkt zu einem wichtigen Marktsegment innerhalb der HR- und IT-Branche in Deutschland geworden, der sich durch hohe Dynamik und große Heterogenität auszeichnet. Der aktuelle Digitalisierungstrend und die weiter steigende Bedeutung von HR für die Zukunft der Unternehmen werden die Entwicklung des HR-Softwaremarktes weiter positiv beeinflussen.

Große Anbietervielfalt und Heterogenität

Der Markt besteht sowohl bei den Softwareherstellern als auch bei den Service-Rechenzentren, die HR-Outsourcingleistungen anbieten, aus wenigen großen Playern wie SAP, P&I, ADP und Datev sowie einer Vielzahl von kleinen und mittelgroßen Anbietern, die sich in allen Marktsegmenten finden. Neben den seit vielen Jahren etablierten deutschen Anbietern sind in den vergangenen Jahren auch mehrere ausländische, international agierende Anbieter in den attraktiven deutschen Markt eingetreten. Dies gilt vor allem für den Bereich des Talentmanagements. Rund um das Thema Recruiting bereichern zudem auch viele neue Start-up Unternehmen den Markt. Der Markt ist aufgrund der großen Anbieterzahl in den unterschiedlichen Marktsegmenten sehr unübersichtlich und heterogen.

Eine Branche ohne Kennzahlen der Marktentwicklung

Bisher gab es keine verlässlichen Kennzahlen der wirtschaftlichen Entwicklung, wie es in den meisten Branchen der Fall ist. Damit fehlte Geschäftsführern und Vorständen von HR-Softwareanbietern eine wichtige Grundlage zur Beurteilung der eigenen Geschäftslage und der allgemeinen Branchensituation. Durch die halbjährlichen Konjunkturbefragungen, die seit Juli 2015 vom Wirtschaftsinstitut als Serviceleistung angeboten werden, haben Unternehmensleitungen jetzt erstmals die Möglichkeit, regelmäßig wichtige Kennzahlen der konjunkturellen Marktentwicklung in der DACH-Region zu erhalten.

Der ITK Branchenverband bitkom e.V. hat für das Jahr 2015 ein Umsatzvolumen für den gesamten Softwaremarkt in Deutschland von 20,3 Mrd. € ermittelt. Legt man die aktuelle Studie von Roland Berger mit einem ermittelten HR-Software Umsatzvolumen von 1,3 Mrd. € zu Grunde, dann entspricht dies einem Marktanteil von ca. 6,5 Prozent am gesamten Softwareumsatz in Deutschland.

Sie haben noch Fragen?

Gerne können Sie uns eine Nachricht zukommen lassen. Wir werden uns dann umgehend bei Ihnen melden.

Copyright 2016 © Wirtschaftsinstitut Wolfgang Witte